Cook Inseln Aitutaki – Meerblick am Palmenstrand | SOMEWHERE ELSE
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Die Cook Inseln – Erlebe einen Tag im Paradies auf Aitutaki

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Stell dir vor … Das Paradies heißt Aitutaki, gehört zu den Cook Inseln und liegt irgendwo im Pazifischen Ozean. Gefühlt am anderen Ende der Welt. Eine Insel mit Sonnenschein, traumhaften Stränden und türkisblauer Lagune. Eine Insel mit herzlichen und gastfreundlichen Inselbewohnern.

Das Paradies ist für mich …

Ein Ort der Natur. Das Meer, der Strand, das Inland in grüne Vegetation gehüllt. Die Tierwelt, an Land Vögel, Krebse und Krabben, unter Wasser tropische Fischvielfalt in allen Farben. Eine unglaubliche Ruhe. Im Garten Früchte wie Mangos, Limetten, Kokosnüsse. Die Menschen, die mir ein so warmes Gefühl von herzlichem Willkommensein geben. Der Tag endet mit einem Sonnenuntergangsspiel.

Klingt das nicht wundervoll? Und weißt du was, diesen Ort gibt es wirklich und er ist tatsächlich am anderen Ende der Welt. Noch mehr vom Sonne, Sehnsucht, Südsee Paradies erfährst du auch in diesem Artikel.

Cook Inseln Aitutaki – Blick auf die Lagune aus dem Flugzeug | SOMEWHERE ELSE

Die Anreise ins Paradies am Ende der Welt

Von Auckland fliegen wir nach Rarotonga, die Hauptinsel der Cook Islands. Mit zehn weiteren Passagieren geht es mit einer kleinen Propellermaschine weiter auf die Laguneninsel Aitutaki. Am Flughafen werden alle Gäste mit Blumenketten in Empfang genommen und zu ihren Unterkünften gebracht. Nur wir bleiben ohne Blumenketten allein zurück. Die nette Dame am Schalter ist so lieb und ruft bei unserer Unterkunft an.

Cook Inseln Aitutaki – Flughafen Rarotonga | SOMEWHERE ELSE

Cook Inseln Aitutaki – Am Flughafen von Aitutaki | SOMEWHERE ELSE

Nach einer Weile werden wir doch noch abgeholt. Wie sich herausstellt, gehört Martin jedoch nicht zu unserer Unterkunft, sondern ist selbst Gast in den Vaikoa Units, und dass bereits zum 18. Mal. Er ist sozusagen schon ein Teil der Familie, wie er erzählt und wird von allen nur Uncle Martin genannt. Ich bin wirklich gespannt die Familie kennenzulernen.

Cook Inseln Aitutaki – Meerblick am Strand | SOMEWHERE ELSE

Die Insel und ihre Bewohner

Bei der Ankunft werden wir herzlich von Mama begrüßt. Sie freut sich über uns junge Leute und meint grinsend „I like the Germans“. Dabei erfahren wir, dass sie uns erst eine Stunde später erwartet hatte und so schnell keinen anderen Fahrer organisieren konnte. Bei einem Glas Wasser erzählt sie uns, dass sie 74 Jahre alt ist, was man ihr überhaupt nicht ansieht und ihre große Familie zum Teil auf Aitutaki, zum Teil in Neuseeland lebt. Auch ihre Nichte Elizabeth und Katze Sisi schauen vorbei. Später lernen wir noch ihren Sohn Junior, Lehrer und Trainer der Rugby-Mannschaft und seine Frau Terangi, auch Lehrerin und Trainerin des Kajak-Teams, kennen.

Cook Inseln Aitutaki – Mama von der Vakoia Units | SOMEWHERE ELSE

Ich fühle mich auf Anhieb wohl. Das herzliche Willkommen gibt mir das Gefühl eine kurze Zeit mit der Familie auf der Insel zu leben und nicht einfach nur Touristin zu sein. Immer ein freundliches „Hi, how are you?“, wir bekommen ganz selbstverständlich Tipps und Infos was auf der Insel ansteht, wie Rugbyspiel, Gottesdienst, Lagoon Cruise oder eine traditionelle Tanzshow. Auch werden wir einmal nach dem Kajak-Training von Terangi zum Essen mit der Mannschaft eingeladen.

Unsere einfache Unterkunft ist ein Ein-Zimmer-Apartment mit Bad und Küche zur Selbstversorgung. Einmal durch den grünen Garten und schon sind wir am Strand.

Cook Inseln Aitutaki – Unsere Unterkunft | SOMEWHERE ELSE

Cook Inseln Aitutaki – Unser Garten | SOMEWHERE ELSE

Kia Orana!

Micha holt erst einmal mit Martin einen Motorroller beim Verleih ab. Ein Muss für eine Inselrundfahrt und zum Einkaufen im nächsten Dorf. Auf der westlichen Seite ist die Insel mit kleinen Dörfern dünn besiedelt. Hier leben etwa 1900 Einwohner. Der Norden mit dem Flughafen, der Süden und die Ostseite der Insel sind spärlicher bewohnt. Platz für viel Natur. Wir sehen Palmen, tropische Blumen, Krabben und immer das Meer. Die Bewohner grüßen uns freundlich mit „Kia Orana“, was soviel bedeutet wie „Mögest du ein langes Leben haben“.

Cook Inseln Aitutaki – Inselrundfahrt mit Meerblick | SOMEWHERE ELSE

Cook Inseln Aitutaki – Inselrundfahrt | SOMEWHERE ELSE

Cook Inseln Aitutaki – Blüten | SOMEWHERE ELSE

Flitterwochen auf den Cook Inseln

Robin und Ricardo aus New York verbringen frisch verheiratet ihre Flitterwochen auf Aitutaki. Sie bewohnen das Haus direkt am Strand. Vom ersten Tag an sind die beiden einfach nur mega happy und können ihr Glück auf der Insel zu sein kaum fassen. Das ist wunderschön anzusehen, aber auch keine große Überraschung. Denn kann es einen schöneren Ort für Flitterwochen geben?

Cook Inseln Aitutaki – Haus am Strand | SOMEWHERE ELSE

Ein ganz normaler Tag auf Aitutaki

Die Lagune und der Strand von unserer Unterkunft sind wohl mit Abstand die schönsten, die ich bisher gesehen habe und die vielen Korallen eignen sich prima zum Schnorcheln. So starten wir die nächsten Tage mit Schwimmen und Schnorcheln vor dem Frühstück. Bei Ebbe kannst du die bunten tropischen Fische sogar im Wasser stehend beobachten.

Cook Inseln Aitutaki – Fische an Strandnähe | SOMEWHERE ELSE

Cook Inseln Aitutaki – Schnorcheln mit Fischen in der Lagune | SOMEWHERE ELSE

Cook Inseln Aitutaki – Strandspaziergang | SOMEWHERE ELSE

Zum Frühstück gibt es in Milch gekochte Haferflocken mit einer Brise Zimt und frischen Mangos. Danach fahren wir mit dem Roller zum Einkaufen in ein, zwei Minimärkte und zum kleinen Markt. In den etwa sechs Minimärkten auf der Insel gibt es vieles aus der Dose wie Thunfisch, Tiefgekühltes, etwas frisches Obst und Gemüse, Kartoffeln, Hygieneartikel, Getränke usw. Die Preise sind ganz inseltypisch noch einmal um einiges höher als in Neuseeland, woher die Waren per Schiff einmal in der Woche kommen. Preise vergleichen kann sich lohnen, manches wird in den Minimärkten tatsächlich zu sehr unterschiedlichen Preisen verkauft. Wir decken uns für die nächsten Tage ein.

Ich bin ein großer Fan von Supermarktbesuchen in anderen Ländern. Denn auch hier steckt immer ein wenig Kultur. Esskultur in den Lebensmitteln und Designkultur in der Verpackungsgestaltung. Selbst auf einer kleinen Insel kann das interessant sein, auch wenn das Angebot reduziert ist und fast ausschließlich vom großen Nachbarn Neuseeland kommt.

Zurück zu Hause ernten wir ein paar Mangos vom Baum an unserem Straßenrand. Ein Mangobaum vor der eigenen Tür, ist das nicht fantastisch? Das sind eine der besten Mangos, neben denen auf den Philippinen. Einkaufen und Ernten macht uns hungrig, deshalb gibt es erst einmal Mittagessen. Frischer Fisch, von Martin geangelt, dazu Kartoffeln, selbst gemachte Kokoscreme und einen Spritzer Limettensaft für den extra frischen Geschmack. Lecker!

Cook Inseln Aitutaki – Am Palmenstrand | SOMEWHERE ELSE

Nach so viel Zeit unterwegs ruft der Strand. Mittagsschlaf, ein Buch lesen, Schnorcheln, Baden, ein kleiner Strandspaziergang oder einfach den eigenen Gedanken nachgehen? Such dir aus, wonach dir gerade ist.

Cook Inseln Aitutaki – Handstand am Strand | SOMEWHERE ELSE

Cook Inseln Aitutaki – Schnorcheln mit Fischen in der Lagune | SOMEWHERE ELSE

Cook Inseln Aitutaki – Schnorcheln mit Fischen in der Lagune | SOMEWHERE ELSE

Cook Inseln Aitutaki – Blick auf die Inseln vom Meer aus | SOMEWHERE ELSE

Am späten Nachmittag gesellt sich Martin zu uns und wir lauschen seinen Geschichten von seiner Zeit hier auf der Insel, seinen früheren beruflichen Reisen rund um den Globus und von seinem Leben in Neuseeland inmitten der Natur mit seinen eigenen Hühnern und seinem Engagement für die Rettung der bedrohten neuseeländischen Vogelart Kakapo.

Ein bis zwei Mal pro Woche ist auf der Insel richtig etwas los: Rugbyspieltag! Eines der regelmäßigen Ereignisse und alle Inselbewohner schauen zu. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen, schnappen uns dieses Mal ein Fahrrad und auf geht es zum Spiel. Die Familien finden sich zum Spiel mit Picknick und lautstarkem Anfeuern am Spielfeldrand ein.

Cook Inseln Aitutaki – Rugbyspiel | SOMEWHERE ELSE

Auch an diesem Abend geht mit dem Sonnenuntergang am Strand ein weiterer Tag in aller Ruhe zu Ende.

Cook Inseln Aitutaki – Sonnenuntergang | SOMEWHERE ELSE

Es sind keine Attraktionen, Aktivitäten oder Sehenswürdigkeiten, die die Insel so besuchenswert machen. Auch nicht allein die Landschaft mit der türkisblauen Lagune, den weißen Stränden, dem grünen Inselinneren. Es sind die Menschen, die mit ihrer Herzlichkeit und ihrer entspannten Art die Tage auf der Insel zu etwas ganz Besonderem machen. Die Menschen, die immer freundlich grüßen und Besucher ganz selbstverständlich zum Essen einladen. Die Menschen, die ihre Emotionen leben, am Spielfeldrand, bei Gesprächen mit der Familie, am Sonntag beim Singen in der Kirche, im Sportteam.

Und ich frage mich, können Menschen nur an einem so paradiesisch schönen, damit fast unwirklichen Ort des einfachen Lebens wirklich glücklich sein und ein zufriedenes Leben führen? Ihre positive Stimmung einfach als Geschenk an Fremde, Besucher, Touristen weitergeben? Andere Menschen freudig als ihre Gäste in Empfang nehmen und geradezu bestrebt sein für Besucher die Zeit in ihrer Heimat so unvergesslich und angenehm wie nur möglich zu gestalten? Selbst Menschen, die hierher ziehen und ihr eigenes Leben aufbauen wollen selbstverständlich in die Gemeinschaft aufnehmen?

Die Menschen auf Aitutaki haben ganz bestimmt auch ihre Probleme und Alltagssorgen und trotzdem schaffen sie es, dass ich mich auf Anhieb als willkommener Gast in einer Familie fühle, die hier seit Generationen lebt. Dieser Zauber geht auch auf andere Besucher über. Egal ob Rentner, ein Paar in den Flitterwochen, Backpacker – alle sind glücklich und zufrieden, freuen sich über jeden Tag, den sie hier erleben dürfen.

Sieht so ein Ort aus, an dem alle Menschen zufrieden zusammenleben können?

Die kleinen Schattenseiten im Paradies

Auch wenn ich dir hier vom Paradies erzähle, es gibt sie die Schattenseiten und es sind genau zwei: Moskitos und das morgendliche Krähen der Hähne. Die einen können eine wahre Plage sein, vor der du dich ab dem späten Nachmittag gut mit Moskitospray schützen solltest. Die anderen sind einfach nervtötend, vor allem in den frühen Morgenstunden. Und mit früh meine ich drei, vier, fünf Uhr morgens, also wirklich früh! Das Spektakel geht so: einer beginnt, der nächste antwortet, ein weiterer kräht und noch einer und noch einer … Und das mit einer Lautstärke! Hier helfen Oropax nur ein bisschen. Umdrehen, weiterschlafen bis zum nächsten Kikeriki. So ist das eben, selbst im Paradies.

Cook Inseln Aitutaki – Schatten am Strand | SOMEWHERE ELSE

Alles in allem herrscht auf Aitutaki „island time“. Alles ist ein bisschen langsamer auf den Cook Inseln. Ein gemütlicher Lifestyle an einem einzigartigen Ort im Pazifik. Dazu die liebenswerten Menschen und ihre Gastfreundlichkeit. Abends genießen wir entspannt den Sonnenuntergang am Strand, gehen früh ins Bett und freuen uns auf einen weiteren Tag im Paradies.

Über eine weitere Perle in der Südsee, den Inselstaat Samoa, schreibt Ute von bravebird. 

Hast du dein Paradies schon gefunden und wie sieht es aus? Ich freue mich auf deine Beschreibung in den Kommentaren.

Anreise: Flüge von Auckland, Neuseeland nach Rarotonga und mit Air Rarotonga weiter nach Aitutaki
Unterkunft: Vaikoa Units

Illustration – Reiseblog | SOMEWHERE ELSE

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2 Kommentare

  1. Traumhaft! Ich bin so neidisch! Habe schon mehrere Anläufe genommen und immer kam was dazwischen. Hoffentlich wird es mir irgendwann mal gelingen, im Paradies vorbeizuschauen!

    • Liebe Monika,

      ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass es beim nächsten Anlauf klappt! Ich kann dir auf jeden Fall versprechen, es lohnt sich! Und grüße das Paradies unbedingt von mir, wenn du dann dort bist 😉

      Liebe Grüße
      Yvonne

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